Passt die natürliche Regulationstherapie zu Ihnen?
Meine Therapie ist intensiv, individuell und ganzheitlich. Sie funktioniert am besten, wenn wir als Team zusammenarbeiten – ich bringe das Fachwissen und die Erfahrung mit, Sie bringen die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit mit. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie in der Zusammenarbeit mit mir erwartet.
Was die Therapie von Ihnen braucht
1. Ernährungsumstellung
Zu Beginn der Behandlung stellen Sie Ihre Ernährung nach einer individuell auf Sie abgestimmten Empfehlung um – in der Regel für mindestens 8 Wochen. In dieser Phase verzichten Sie auf Gluten, Zucker, Milchprodukte, Alkohol, Kaffee und weitere belastende Substanzen. Stattdessen achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten, das Ihrem Grundumsatz und Ihrem Blutzuckerverhalten entspricht. Einen Verzicht auf Kohlenhydrate lehne ich ebenso ab wie eine kohlenhydratlastige Ernährung.
Warum ist das so wichtig? Diese erste Phase ist erfahrungsgemäß entscheidend für den Therapieerfolg und bildet das Fundament für alles Weitere. Besonders zu Beginn passen wir die Ernährung in regelmäßiger Absprache an – so finden wir gemeinsam heraus, was Sie in Ihrer aktuellen Situation unterstützt und was eher blockiert.
Nach den 8 Wochen behalten Sie bestimmte Elemente dieser Ernährungsweise bei. Das Ausmaß richtet sich nach Ihrem individuellen Gesundheitszustand.
Falls bei Ihnen noch keine Zöliakie-Untersuchung vorliegt, lassen Sie diese bitte durchführen, bevor Sie auf Gluten verzichten. Unter glutenfreier Ernährung ist der Test nicht mehr aussagekräftig.
2. Nahrungsergänzung
Ich arbeite mit ausgewählten, gezielt dosierten Präparaten. Rechnen Sie insbesondere zu Beginn der Therapie mit monatlichen Kosten von ca. 150–250 € für Nahrungsergänzung. In dieser Phase geht es vor allem darum, bestehende Mängel auszugleichen und Ihre körpereigenen Speicher wieder aufzufüllen.
Im weiteren Verlauf sinken die Kosten in der Regel deutlich – denn das Ziel ist, langfristig mit so wenigen Präparaten wie möglich auszukommen.
Wichtig: Bitte nehmen Sie während der Behandlung ausschließlich die mit mir besprochene Nahrungsergänzung ein. Parallele Eigenmedikation – auch wenn die Präparate einzeln betrachtet sinnvoll erscheinen – kann die Therapie beeinträchtigen. Wenn Sie etwas ausprobieren möchten, sprechen Sie mich bitte kurz an. Gemeinsam finden wir die beste Lösung.
3. Medikamente und Freizeitdrogen
Viele Medikamente können für eine regulative Behandlung ein Heilhindernis darstellen – auch solche, die schnell einmal in der Apotheke gekauft oder ärztlich verordnet werden. Das Gleiche gilt für Freizeitdrogen.
Trotzdem ist es besonders zu Beginn einer Behandlung nicht immer möglich oder sinnvoll, alles sofort abzusetzen. Manchmal ist es sogar hilfreich, bestimmte Medikamente gezielt einzusetzen. Das besprechen wir individuell. Verordnete Medikamente setzen Sie bitte nie eigenmächtig ab; Änderungen besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Bitte informieren Sie mich jederzeit über die Einnahme neuer Medikamente – auch weil manche Präparate Testungen beeinflussen können.
Wie Sie mich zwischen den Terminen erreichen
Behandlungsempfehlungen gebe ich im Termin – das sichert die Qualität Ihrer Therapie.
Wenn Sie einen neuen Behandlungsplan erhalten, können Sie dazu einmalig Verständnisfragen kostenfrei per E-Mail stellen. Bitte sammeln Sie Ihre Fragen und schicken Sie sie gebündelt. Organisatorisches, etwa ein nicht funktionierender Bezugsquellen-Link oder die Lieferbarkeit eines Präparats, beantworte ich ebenfalls kostenfrei. Braucht eine Frage darüber hinaus mehr als ein kurzes Ja oder Nein, rechne ich sie nach Ihrer vorherigen Zustimmung als Kurztermin ab – telefonisch oder schriftlich.
Ihre aktive Mitarbeit
Erfahrungsgemäß erzielt die Therapie die besten Ergebnisse, wenn Sie eine gewisse Eigenständigkeit mitbringen. Sie erhalten von mir ausführliche Unterlagen, die Sie Schritt für Schritt durch die Therapie begleiten. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diese in Ruhe durchzuarbeiten.
Für Fragen, die sich danach ergeben, stehe ich Ihnen im Rahmen unserer Termine zur Verfügung. Und wenn Sie sich zwischendurch überfordert fühlen, ist das völlig normal – sprechen Sie mich an, ich habe therapeutische Werkzeuge, die Ihnen in solchen Momenten helfen können.
Ganzheitlich heißt: Körper, Geist und Seele
Ich gehe davon aus, dass Sie bereit sind, sich im Laufe der Therapie sowohl körperlichen als auch psychischen Themen zu stellen. Hierfür biete ich Ihnen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Therapien an, die Sie dabei unterstützen.
Vertrauen in den eigenen Körper entwickeln
Es geht in dieser Therapieform auch darum, dass Sie (wieder) lernen, Ihrem Körper zu vertrauen. Ich dosiere bewusst zurückhaltend und steigere langsam: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Zu Beginn einer Therapie können trotzdem Reaktionen auftreten – körperlich, etwa als vorübergehende Verstärkung bekannter Beschwerden, oder emotional. Häufig sind das Anpassungsreaktionen, während Ihr Körper sich umstellt.
Sie erhalten von mir vorab Informationen, wie Sie mit solchen Reaktionen umgehen können. Wenn Sie unsicher sind oder Reaktionen stärker ausfallen als erwartet, melden Sie sich bitte zeitnah und buchen Sie einen Termin. Bei neuen, starken oder beunruhigenden Beschwerden wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt, im Notfall an die 112.
Gesundheit vor Schönheit
Symptome, die das Äußere betreffen – Haarausfall, Hautprobleme, Gewicht –, bessern sich meiner Erfahrung nach meist erst, wenn der Körper innen gut versorgt ist. Bitte stellen Sie sich darauf ein, kosmetische Themen zunächst hintenanzustellen. Auch das Körpergewicht hängt eng mit dem Stoffwechsel zusammen – deshalb steht es selten am Anfang der Therapie.
Dauer der Behandlung
Regulationsprozesse brauchen Zeit. Erste Verbesserungen nehmen viele nach 3–8 Wochen wahr. Das ist aber sehr individuell: Manchmal geht es schneller, manchmal dauert es mehrere Monate. Eine stabile Regulation braucht oft 1–3 Jahre. In dieser Zeit lernen Sie vor allem, was Ihnen guttut und wo Ihre Bedürfnisse und Grenzen liegen. Sie entscheiden dann, wie weit Sie die Therapie zur Bewältigung von Symptomen oder als persönlichen Entwicklungsweg nutzen möchten.
Voraussetzungen für die Zusammenarbeit
Meine Therapie funktioniert am besten, wenn Sie bereit sind,
- die vereinbarten Maßnahmen konsequent umzusetzen (Ernährung, Nahrungsergänzung, Lebensstil),
- auf parallele Selbstmedikation zu verzichten und Änderungen mit mir abzusprechen,
- sich körperlichen und psychischen Therapieansätzen gleichermaßen zu öffnen,
- eine gewisse Eigenständigkeit und Durchhaltevermögen im Therapieprozess mitzubringen,
- mir vollständige und ehrliche Angaben zu Ihrer Krankengeschichte zu machen.
Alkohol: Bitte seien Sie bereit, den Konsum auf höchstens 1–2 Gläser pro Woche zu reduzieren.
Was ich vorher von Ihnen wissen muss
Damit ich die Behandlung auf Sie zuschneiden kann, brauche ich ein vollständiges Bild Ihrer Situation. Die folgenden Punkte schließen eine Zusammenarbeit nicht aus – sie verändern aber, wie ich vorgehe, wie ich dosiere und in welchem Tempo. Bitte sagen Sie mir Bescheid, wenn einer davon auf Sie zutrifft:
- Sie wünschen eine Behandlung mit Östrogenen oder Phytoöstrogenen oder erhalten sie bereits.
- Sie nehmen künstliche Hormone ein (Pille, Hormonspirale). Sie verändern die Aussagekraft von Laborwerten und die hormonelle Regulation. Ob und wann ein Absetzen für Sie sinnvoll ist, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Frauenärztin; dabei unterstütze ich Sie gern.
- Sie nehmen Hormonrezeptormodulatoren ein (Tamoxifen, Finasterid, Clomifen und ähnliche).
- Sie nutzen kortisonhaltige Präparate, auch Tropfen, Sprays oder Cremes. Kortison beeinflusst die Regulation der Nebennieren und erschwert die Beurteilung der Werte. Bitte setzen Sie verordnete Präparate niemals eigenmächtig ab; ich berücksichtige sie in der Planung.
- Sie führen parallel eine Fruchtbarkeitsbehandlung mit künstlichen Hormonen durch.
- Sie konsumieren Drogen oder haben früher konsumiert, auch gelegentlich oder rituell (Cannabis, Kokain, Amphetamine, Ayahuasca und andere). Gern unterstütze ich Sie auch bei den Nachwirkungen früheren Konsums.
- Sie ernähren sich vegan. Meiner Erfahrung nach erschwert das die hormonelle Regulation erheblich. Wir besprechen dann, welche Anpassungen möglich sind und wo die Grenzen liegen.
- Sie sind akut an Krebs erkrankt. Die Primärtherapie liegt dann bei Ihren Ärztinnen und Ärzten; begleitend und in der Nachsorge bin ich gern für Sie da.
- Sie haben Implantate, zum Beispiel aus Silikon, oder Prothesen. Um Implantate herum können sich manchmal kleine, unbemerkte Entzündungsherde bilden, die aus meiner Erfahrung die Regulation bremsen können. Mit diesem Wissen kann ich das bei der Planung berücksichtigen – und bei der Einordnung, wenn Ihr Körper ungewöhnlich reagiert oder die Therapie nicht wie erwartet vorankommt.
- Ihnen fehlen Organe, etwa Schilddrüse, Gebärmutter, Eierstöcke oder Gallenblase. Hier ist gegebenenfalls parallel eine Substitutionstherapie erforderlich.
In manchen dieser Situationen ist eine vollständige Regulation schwerer oder nur eingeschränkt erreichbar. Das ist aber nicht immer das Ziel. Oft geht es darum, Beschwerden zu lindern, Ihren Körper während einer ärztlichen Therapie zu stärken oder Sie durch eine belastende Phase zu begleiten. Was in Ihrer Situation realistisch ist, besprechen wir offen im Erstgespräch.
Sie sind unsicher, ob meine Therapie zu Ihnen passt?
Im kostenlosen Kennenlerngespräch klären wir in 15 Minuten am Telefon, ob Ihr Anliegen zu meinem Angebot passt – mittwochs zwischen 12 und 13 Uhr, online buchbar.
Oder schreiben Sie mir eine E-Mail an praxis@christiane-abraham.eu.