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Ein Teufelskreis

Stress macht krank – das wissen wir alle. Aber wie genau Stress Ihren Hormonhaushalt durcheinanderwirbelt, wissen die wenigsten. Und gerade in den Wechseljahren, wenn die Hormone ohnehin im Umbruch sind, wird Stress zum Brandbeschleuniger.

Cortisol stiehlt Progesteron

Unter Dauerstress braucht Ihr Körper immer mehr Cortisol. Und das Rohmaterial, aus dem Cortisol hergestellt wird, ist dasselbe wie für Progesteron: Pregnenolon. Wenn Ihr Körper zwischen „Stress bewältigen“ und „Progesteron produzieren“ wählen muss, gewinnt immer der Stress. Dieses Prinzip wird in der Naturheilkunde als Pregnenolon-Steal beschrieben – es ist ein funktionelles Erklärungsmodell, das zeigt, warum Dauerstress und Progesteronmangel so oft zusammenkommen.

Der Cortisol-Progesteron-Kreislauf

Weniger Progesteron bedeutet mehr Angst und schlechteren Schlaf. Mehr Angst und schlechter Schlaf erhöhen den Stress. Mehr Stress verbraucht noch mehr Progesteron. Und so dreht sich der Kreislauf immer schneller – ein klassischer Teufelskreis, der sich ohne Intervention selbst verstärkt.

Stress und Schilddrüse

Hohe Cortisolspiegel bremsen die Umwandlung des Speicherhormons T4 in das aktive Schilddrüsenhormon T3. Stattdessen wird mehr reverse T3 produziert – der Blind-Schlüssel, der ins Schloss passt, aber nicht aufschließt. Das Ergebnis: Alle Symptome einer Unterfunktion, obwohl die Standardwerte normal aussehen.

Stress und Darm

Unter Stress fährt die Verdauung herunter – das ist Biologie: Kampf oder Flucht braucht Energie, Verdauung kann warten. Chronischer Stress schädigt die Darmschleimhaut (Leaky Gut), verändert die Zusammensetzung der Darmflora und reduziert die Produktion von Serotonin im Darm. Da 90 Prozent des Serotonins im Darm hergestellt werden, erklärt das auch, warum Dauerstress zu Stimmungstiefs führt.

Den Kreislauf durchbrechen

Der Schlüssel liegt darin, an mehreren Stellen gleichzeitig anzusetzen. Nervensystemregulation – durch Atemübungen, Vagusstimulation, CRM-Traumatherapie oder Craniosacraltherapie – bringt das autonome Nervensystem aus dem Dauerstress. Gezielte Mikronährstoffe (Magnesium, B-Vitamine, Ashwagandha) unterstützen die Nebennieren. Blutzuckerstabilität durch regelmäßige Mahlzeiten mit Protein und gesunden Fetten reduziert die Cortisol-Spitzen. Und Schlafschutz ist vielleicht der wichtigste Einzelfaktor – denn im Schlaf regenerieren sich sowohl Nebennieren als auch Nervensystem.


Sie möchten wissen, ob ich Ihnen helfen kann?

Dauerstress und Hormone – ein Kreislauf, den Sie durchbrechen können. In meiner Praxis teste ich Cortisol-Tagesprofil und Hormonstatus.

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Die Inhalte dieses Artikels dienen der Information und können keine individuelle ärztliche oder heilkundliche Diagnose oder Behandlung ersetzen.

Ihre Christiane Abraham 🌿

Christiane Abraham

Naturheilpraxis Christiane Abraham in Siek — Frauengesundheit, hormonelle Stoffwechselregulation und Traumatherapie.

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