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Der versteckte Troublemaker

Plötzlich vertragen Sie keinen Rotwein mehr. Käse macht Kopfschmerzen. Nach dem Essen wird Ihr Gesicht rot, das Herz rast, und abends können Sie nicht schlafen. Beim Arzt wurde alles untersucht – Allergie negativ. Schilddrüse normal. Herz unauffällig. Und Sie fragen sich: Bilde ich mir das ein?

Nein. Möglicherweise ist Histamin der Übeltäter. Und in den Wechseljahren wird dieses Thema besonders brisant – aus einem Grund, den kaum jemand kennt.

Östrogen und Histamin: Ein Teufelskreis

Histamin ist kein Feind – es ist ein wichtiger Botenstoff, den Ihr Körper selbst produziert. Es ist an der Immunabwehr beteiligt, reguliert die Magensäure und wirkt als Neurotransmitter im Gehirn. Das Problem entsteht, wenn mehr Histamin vorhanden ist, als Ihr Körper abbauen kann.

Und hier kommt die Verbindung zu den Wechseljahren: Östrogen fördert die Histaminfreisetzung aus den Mastzellen. Und Histamin fördert die Östrogenproduktion. Das ist ein Teufelskreis. In der Perimenopause, wenn Östrogen schwankt und phasenweise zu hoch ist (Östrogendominanz), kann dieser Kreislauf erstmals spürbar werden – bei Frauen, die vorher nie Probleme mit Histamin hatten.

Typische Symptome

Histaminintoleranz zeigt sich selten mit nur einem Symptom – sie betrifft den ganzen Körper. Flush (plötzliche Gesichtsrötung), Herzrasen nach dem Essen, Migräne, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, Nesselsucht, chronisch verstopfte Nase und Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Zeichen.

Das Tückische: Viele dieser Symptome werden als Wechseljahresbeschwerden fehlinterpretiert. Hitzewallungen? Könnte Histamin sein. Herzrasen? Könnte Histamin sein. Migräne? Könnte Histamin sein. Erst wenn man gezielt danach schaut, wird der Zusammenhang sichtbar.

DAO: Das Enzym, das den Unterschied macht

Histamin wird im Körper hauptsächlich durch das Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut. Wenn zu wenig DAO vorhanden ist – sei es durch genetische Veranlagung, Darmentzündungen, bestimmte Medikamente oder Nährstoffmängel (Vitamin B6, Kupfer, Vitamin C) –, staut sich Histamin an.

In meiner Praxis messe ich die DAO-Aktivität im Blut als ersten diagnostischen Schritt. Zusätzlich schaue ich mir die Darmgesundheit an, denn ein entzündeter Darm produziert weniger DAO und lässt gleichzeitig mehr Histamin durchsickern.

Was hilft

Der erste Schritt ist eine histaminarme Ernährung auf Probe – zwei bis vier Wochen, um zu sehen, ob die Symptome sich bessern. Das bedeutet: weniger gereifte Lebensmittel (alter Käse, Wurst, Sauerkraut, Rotwein), frisch kochen statt aufgewärmt, und bestimmte Histaminliberatoren (Tomaten, Erdbeeren, Zitrusfrüchte) beobachten.

Gleichzeitig unterstütze ich den DAO-Aufbau mit Vitamin B6, Vitamin C und Kupfer, saniere den Darm und – wenn eine Östrogendominanz vorliegt – arbeite ich an der hormonellen Balance. Denn den Histaminkreislauf nur über die Ernährung zu kontrollieren, ohne die hormonelle Ursache anzugehen, ist wie Wasser schöpfen, während der Hahn offen bleibt.


Sie möchten wissen, ob ich Ihnen helfen kann?

Vermuten Sie eine Histaminintoleranz? Gezielte Diagnostik schafft Klarheit. In meiner Praxis teste ich DAO-Aktivität, Hormonstatus und Darmgesundheit.

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Die Inhalte dieses Artikels dienen der Information und können keine individuelle ärztliche oder heilkundliche Diagnose oder Behandlung ersetzen. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens.

Ihre Christiane Abraham 🌿

Christiane Abraham

Naturheilpraxis Christiane Abraham in Siek — Frauengesundheit, hormonelle Stoffwechselregulation und Traumatherapie.

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